
Klauenpflege bekommt Rückenwind: Bundesverband in Berlin gegründet
Für die Klauenpflege in Deutschland wurde ein wichtiger Schritt getan: Am 30. August 2025 ist in Salzburg der Bundesverband der Klauenpflegenden gegründet worden. Die Neugründung ist ein bedeutendes Signal für Berufsklauenpflegerinnen und -pfleger sowie alle weiteren Fachkräfte, die im Bereich Klauengesundheit tätig sind.
Eine zentrale Stimme für die Klauenpflegenden
Mit dem neuen Verband gibt es nun erstmals eine bundesweite Anlaufstelle, die fachliche, wirtschaftliche und politische Anliegen der Klauenpflege bündelt und nach außen vertritt. Entstanden ist der Verband im Rahmen des traditionellen Drei-Länder-Treffens Klauenpflege. Der Sitz des Fachverbandes befindet sich in Berlin. Dabei bringt er Fachleute aus Praxis und Wissenschaft zusammen und schafft eine gemeinsame Plattform für die Branche.
An der Spitze steht ein dreiköpfiger Vorstand: Alice Kinzler wurde zur 1. Vorsitzenden gewählt, Markus Stumpf zum 2. Vorsitzenden und Dr. Jörg Willig zum 3. Vorsitzenden. Ergänzt wird das Team durch anerkannte Experten wie Prof. Dr. Alexander Starke und Ulrich Peper, was die fachliche und wissenschaftliche Ausrichtung des Verbands unterstreicht.
Ziele: Interessenvertretung und Weiterentwicklung des Berufs
Der Bundesverband hat sich klare Aufgaben gesetzt. Ein Schwerpunkt ist die Stärkung der beruflichen Interessenvertretung. Damit soll eine Lücke geschlossen werden, die in der Vergangenheit in diesem Berufsbereich häufig spürbar war: eine Organisation, die sich gezielt und strukturiert für die Anliegen der Klauenpflegenden einsetzt.
Ein weiterer Fokus liegt auf Aus-, Fort- und Weiterbildung. Da sich Anforderungen und Standards in der Klauenpflege stetig weiterentwickeln, soll durch gezielte Qualifizierungsangebote die fachliche Kompetenz in der Branche langfristig gesichert und ausgebaut werden.
Tierwohl als zentrales Anliegen
Neben den Interessen der Berufsgruppe stellt der Verband ausdrücklich auch die Verbesserung der Klauengesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere in den Mittelpunkt. Im Vordergrund stehen dabei Rinder, aber auch weitere Klauentiere werden berücksichtigt. Damit wird deutlich: Die Arbeit des Verbands soll nicht nur die beruflichen Rahmenbedingungen stärken, sondern auch zur fachgerechten Versorgung der gehaltenen Tiere beitragen.
Der Vorstand fasst die Zielsetzung wie folgt zusammen:
„Mit der Gründung dieses Bundesverbands wollen wir zentrale Themen des Berufsstands aufgreifen, die Rechte der Klauenpflegenden stärken und gleichzeitig eine fachgerechte Versorgung der gehaltenen Tiere sicherstellen.“
Kooperation statt Gegeneinander
Positiv hervorzuheben ist auch die Ausrichtung auf Zusammenarbeit: Der neue Verband möchte bestehende Strukturen nicht ersetzen oder verdrängen, sondern setzt auf eine enge Kooperation mit etablierten Organisationen wie der IKD (Interessenvereinigung Klauengesundheit Deutschland), dem VgK (Verein geprüfter Klauenpfleger) und dem VKKD (Verein für Klauenpflege und Klauenhygiene).
Durch diese kooperative Haltung kann die Branche als Ganzes künftig stärker auftreten – und die Bedeutung der Klauenpflege für Tierwohl und Landwirtschaft noch klarer positionieren.
Ein Schritt in Richtung mehr Professionalität
Die Gründung des Bundesverbands ist mehr als nur eine organisatorische Erweiterung: Sie zeigt, dass sich die Klauenpflege weiter professionalisiert und ihre Rolle stärker in Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft vertreten möchte.
Für Landwirte und Klauenpflegende kann das konkrete Vorteile bringen – von einer besseren Interessenvertretung über neue Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zu einer stärkeren Anerkennung des Berufsstands.
Wer mehr erfahren oder Mitglied werden möchte, erreicht den Bundesverband der Klauenpflegenden unter: info@bundesverbandderklauenpflegenden.de
